So exportieren Sie Landvermessungen als KML, Shapefile und GeoJSON
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So exportieren Sie Landvermessungen als KML, Shapefile und GeoJSON

14 min read

Warum das Exportformat wichtig ist

Sie haben ein Stueck Land mit Ihrem iPhone oder iPad vermessen. Jetzt muessen Sie die Daten in Google Earth, eine GIS-Plattform oder einen Bericht fuer einen Kunden uebertragen. Das Exportformat bestimmt, wohin die Daten gehen koennen und was Sie damit tun koennen.

Waehlen Sie das falsche Format und Sie muessen Dateien konvertieren, Metadaten gehen verloren oder Sie muessen alles manuell neu formatieren. Waehlen Sie das richtige und die Daten fliessen direkt in die Zielsoftware.

LandLens unterstuetzt fuenf Exportformate: KML, KMZ, Shapefile, GeoJSON und PDF. Jedes existiert aus gutem Grund und passt zu unterschiedlichen Arbeitsablaeufen. Hier erfahren Sie, wann welches Format zum Einsatz kommen sollte.

Formatuebersicht

KML (Keyhole Markup Language)

KML ist Googles Format. Wenn die Daten in Google Earth, Google Maps oder ein anderes Google-basiertes Kartierungswerkzeug gelangen sollen, ist KML die richtige Wahl.

  • Inhalt: Geografische Koordinaten, Grenzgeometrie, Stilinformationen (Farben, Linienstaerke), Beschriftungen und Beschreibungen
  • Dateityp: XML-basierte Textdatei (.kml)
  • Oeffnet in: Google Earth, Google Earth Pro, Google Maps (Import), QGIS, ArcGIS
  • Am besten fuer: Teilen mit Personen, die Google Earth nutzen, schnelle Visualisierung, Praesentationen

KML-Dateien sind menschenlesbar, wenn Sie sie in einem Texteditor oeffnen. Das macht sie leicht ueberpruefbar und fehlersuchbar. Der Nachteil ist, dass sie bei komplexen Vermessungen mit vielen Punkten gross werden koennen.

KMZ (Komprimiertes KML)

KMZ ist einfach eine KML-Datei, die in ein komprimiertes Archiv gepackt wurde. Es kann auch eingebettete Bilder, benutzerdefinierte Symbole und andere Ressourcen enthalten, die ein reines KML nicht bieten kann.

  • Inhalt: Alles in KML, plus optionale eingebettete Bilder und Overlays
  • Dateityp: ZIP-Archiv (.kmz)
  • Oeffnet in: Wie KML, alle Google Earth-kompatible Software
  • Am besten fuer: E-Mail-Anhaenge (kleinere Dateigroesse), Vermessungen mit zugehoerigen Bildern

Wenn Sie eine Landvermessung per E-Mail versenden, ist KMZ oft besser als KML, einfach weil die Datei kleiner ist. Dieselben Daten, weniger Bandbreite.

Shapefile (SHP)

Das Shapefile ist das Arbeitstier der GIS-Welt. Von Esri in den fruehen 1990er Jahren entwickelt, hat es sich zum De-facto-Standard fuer vektorbasierte Geodaten etabliert. Nahezu jede GIS-Anwendung auf der Welt kann Shapefiles lesen.

  • Inhalt: Geometrie (.shp), Attribute (.dbf), raeumlicher Index (.shx), Projektionsinformationen (.prj) und manchmal weitere Dateien
  • Dateityp: Ein Satz von 3-7 Dateien, die zusammenbleiben muessen (.shp, .shx, .dbf, .prj, etc.)
  • Oeffnet in: ArcGIS, QGIS, MapInfo, Global Mapper, praktisch jede GIS-Software
  • Am besten fuer: Professionelle GIS-Arbeitsablaeufe, behoerdliche Einreichungen, raeumliche Analysen

Die Besonderheit von Shapefiles: Es handelt sich nicht um eine einzelne Datei. Ein "Shapefile" ist eigentlich ein Buendel aus mindestens drei Dateien (.shp, .shx, .dbf), die zusammenbleiben muessen. LandLens exportiert diese als komprimiertes Archiv, damit sie gebuendelt bleiben und einfach zu uebertragen sind.

Wenn Sie Daten an einen GIS-Analysten, eine staatliche Liegenschaftsbehoerde senden oder in ArcGIS oder QGIS fuer raeumliche Analysen importieren, ist das Shapefile fast immer das erwartete Format.

GeoJSON

GeoJSON ist das moderne, webfreundliche Geodatenformat. Es basiert auf JSON (JavaScript Object Notation), was bedeutet, dass es gut mit Webanwendungen, APIs und Datenbanken zusammenarbeitet.

  • Inhalt: Geometrie und Eigenschaften in einer einzelnen JSON-Struktur
  • Dateityp: Textdatei (.geojson oder .json)
  • Oeffnet in: QGIS, Mapbox, Leaflet, jede Web-Mapping-Bibliothek, GitHub (rendert Karten direkt), die meisten modernen GIS-Werkzeuge
  • Am besten fuer: Webentwicklung, Datenbankspeicherung, Teilen auf GitHub, Arbeit mit Mapping-APIs

GeoJSON hat einen echten Vorteil: Es ist eine einzelne, in sich geschlossene Datei. Keine Buendel, keine Begleitdateien. Kopieren, einfuegen, in eine API-Anfrage einfuegen, in einer Datenbankspalte speichern. Wenn Sie Entwickler sind oder mit webbasierten Kartierungswerkzeugen arbeiten, ist GeoJSON wahrscheinlich Ihre erste Wahl.

Interessantes Detail: Wenn Sie eine .geojson-Datei in ein GitHub-Repository einfuegen, rendert GitHub sie automatisch als interaktive Karte. Nuetzlich fuer Dokumentation und Projekt-Repositories.

PDF

PDF ist kein Geodatenformat. Es ist ein Dokumentenformat. Aber es ist oft der praktischste Export fuer eine bestimmte Zielgruppe: Kunden und Stakeholder, die keine GIS-Software haben und nichts installieren moechten.

  • Inhalt: Kartenausschnitt, Flaechenmessungen, Umfang, Koordinatendaten, formatiert als druckbarer Bericht
  • Dateityp: PDF-Dokument (.pdf)
  • Oeffnet in: Jedes Geraet, jeder Browser, jeder PDF-Reader
  • Am besten fuer: Kundenberichte, gedruckte Aufzeichnungen, Grundstuecksdokumentation, Einreichung bei nicht-technischen Parteien

Wenn ein Grundstueckseigentuemer fragt "Koennen Sie mir die Messung schicken?", moechte er in der Regel ein PDF. Er moechte keine KML-Datei, die er nicht oeffnen kann.

So exportieren Sie aus LandLens

Der Exportvorgang in LandLens auf iPhone und iPad ist unkompliziert:

  1. Messen und speichern Sie Ihre Flaeche, Entfernung oder Markierung. Die Daten muessen gespeichert sein, bevor Sie exportieren koennen.
  2. Oeffnen Sie die gespeicherte Messung. Gehen Sie zu Ihrem Gespeichert-Tab und tippen Sie auf die Flaeche oder Entfernung, die Sie exportieren moechten.
  3. Tippen Sie auf die Export-Schaltflaeche. Sie sehen Optionen fuer KML, KMZ, Shapefile, GeoJSON und PDF.
  4. Waehlen Sie Ihr Format. Die Datei wird in Sekunden generiert.
  5. Teilen Sie sie. Versenden Sie per E-Mail, AirDrop, speichern Sie in Dateien, laden Sie in Cloud-Speicher hoch oder oeffnen Sie direkt in einer anderen App auf Ihrem Geraet.

Sie koennen einzelne Messungen oder ganze Ordner mit Messungen auf einmal exportieren. Dies ist nuetzlich, wenn Sie mehrere Felder oder Parzellen vermessen haben und alle Daten zusammen liefern muessen.

Welches Format wann verwenden

Hier eine schnelle Entscheidungshilfe:

  • Versand an jemanden, der Google Earth nutzt? KML oder KMZ.
  • Versand an einen GIS-Fachmann oder eine Behoerde? Shapefile.
  • Entwicklung einer Web-App oder Arbeit mit Mapping-APIs? GeoJSON.
  • Versand an einen Kunden, Anwalt oder Grundstueckseigentuemer? PDF.
  • Archivierung fuer eigene Unterlagen? GeoJSON (einzelne Datei, breit unterstuetzt, zukunftssicher) oder KML (menschenlesbares XML).
  • Versand per E-Mail mit Groessenbeschraenkungen? KMZ (komprimiert).

Wenn Sie unsicher sind, exportieren Sie sowohl als GeoJSON als auch als PDF. Das GeoJSON bewahrt die Geodaten fuer jede technische Nutzung, und das PDF bietet Ihnen ein lesbares Dokument fuer alles andere.

Daten wieder importieren

LandLens unterstuetzt auch den Import von KML- und GPX-Dateien auf iPhone und iPad. Das bedeutet, Sie koennen:

  • In Google Earth oder anderen Kartierungstools erstellte Grenzen importieren
  • GPS-Tracks von Handheld-GPS-Geraeten laden (ueber GPX)
  • Daten von Kollegen einbringen, die andere Vermessungs-Apps nutzen
  • Ihre eigenen zuvor exportierten Messungen auf einem anderen Geraet wieder importieren

Zum Importieren oeffnen Sie einfach eine KML- oder GPX-Datei auf Ihrem iPhone oder iPad und waehlen, sie in LandLens zu oeffnen. Die App liest die Geometrie und erstellt gespeicherte Messungen daraus. Sie koennen diese dann bearbeiten, neu vermessen oder in einem anderen Format exportieren.

Hinweis zu Koordinatensystemen

Alle Exporte aus LandLens verwenden WGS 84 (EPSG:4326), das Standard-Koordinatenreferenzsystem fuer GPS. Dies ist dasselbe System, das Google Earth, die meisten Web-Kartierungstools und die Mehrheit der GIS-Anwendungen standardmaessig erwarten. Wenn Ihre Zielsoftware eine andere Projektion verwendet (wie eine lokale UTM-Zone oder ein Landeskoordinatensystem), muessen Sie nach dem Import umprojizieren. QGIS erledigt das mit wenigen Klicks. ArcGIS ebenso.

Vom Feld zur Software in Minuten

Die Moeglichkeit, von einer GPS-Messung auf Ihrem iPhone oder iPad zu einer korrekt formatierten Geodatendatei in unter einer Minute zu gelangen, ist ausgesprochen nuetzlich. Kein manuelles Abschreiben von Koordinaten, keine Dateneingabe, keine Zwischenkonvertierungsschritte. Messen, speichern, exportieren, fertig. Ob die Daten in Google Earth, QGIS, ArcGIS, einer Webkarte oder einem gedruckten Bericht landen -- LandLens bietet Ihnen den direkten Weg dorthin.

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